Eine sichere und bezahlbare Stromversorgung ist die Grundlage für unseren Wohlstand, für Arbeitsplätze und für erfolgreichen Klimaschutz gerade hier in Nordrhein-Westfalen als energieintensivem Industrieland.
Beim zweiten internationalen Energietrialog der Metropolregion Rheinland in Brauweiler wurde genau darüber gesprochen: Wie gelingt eine stabile Stromversorgung im engen Zusammenspiel mit unseren Nachbarn Belgien und den Niederlanden?
Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Diplomatie und Netzbetrieb konnte ich mich in den Räumlichkeiten der Amprion GmbH in Brauweiler teilnehmen über diese Herausforderung austauschen.
Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit beim Stromaustausch immer wichtiger. Energieflüsse enden nicht an Landesgrenzen. Interkonnektoren – also die Stromverbindungen zwischen unseren Ländern – sind ein zentraler Baustein für Versorgungssicherheit, Preisstabilität und Resilienz unserer Industrie.
Für uns im Rheinland ist dabei nicht nur der große Nord-Süd-Ausbau relevant, sondern vor allem auch die starke Westanbindung Richtung Belgien und Niederlande. Gerade unsere Region profitiert von dieser engen Vernetzung im Herzen Europas.
Mein Eindruck: Versorgungssicherheit gelingt heute nur europäisch. Wer wirtschaftliche Stärke sichern und Klimaziele erreichen will, muss Netze ausbauen, Verfahren beschleunigen und partnerschaftlich zusammenarbeiten.
Der Energietrialog hat gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Politik, Netzbetreibern, Wirtschaft und unseren europäischen Partnern ist. Für mich ist klar: Eine starke Metropolregion Rheinland braucht starke Netze – und starke europäische Partnerschaften.
Wichtigstes Ziel in den nächsten Jahren wird sein, ausreichend Strommengen zur Entwicklung der Gewerbe- und Industrieflächen zur Verfügung zu stellen. Hier bedarf es einer Kraftanstrengung vieler Akteure und einiger Reformen und Investitionen, um die Voraussetzungen zu schaffen.