Regelmäßig tausche ich mich mit der Agentur für Arbeit in Brühl und auf Landesebene über den Arbeitsmarkt aus. Die wirtschaftliche Lage ist im Bund angespannt, dennoch hat sich der Arbeitsmarkt im Rhein-Erft-Kreis Ende November 2025 spürbar stabilisiert. Saisonale Faktoren sowie ein anhaltend hoher Bedarf an Arbeitskräften in verschiedenen Branchen führten zu einer positiven Entwicklung. Insbesondere die Vorweihnachtszeit sorgt traditionell für zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten in Handel, Logistik und Gastronomie, was zu einem deutlichen Schub bei kurzfristig zu besetzenden Stellen führt. Diese Dynamik erleichtert vielen Menschen den Übergang in Arbeit und trägt zur Entlastung des regionalen Arbeitsmarktes bei.
Im November waren insgesamt 16.844 Menschen im Kreis arbeitslos gemeldet, 454 weniger als im Oktober (–2,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf nun 6,3 Prozent. Auch die Zugänge in Arbeitslosigkeit gingen zurück: 3.200 Personen meldeten sich arbeitslos, was einem Rückgang von 303 Meldungen bzw. 8,6 Prozent gegenüber dem Vormonat entspricht. Darunter befanden sich 1.150 Menschen, die unmittelbar zuvor erwerbstätig waren – ein Minus von 79 Fällen oder 6,4 Prozent. Gleichzeitig konnten im gleichen Zeitraum 3.649 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 37 mehr als im Oktober (+1,0 Prozent). 973 von ihnen nahmen eine neue Erwerbstätigkeit auf, was allerdings einem leichten Rückgang zum Vormonat entspricht (–61 bzw. –5,9 Prozent).
Sehr deutlich fiel im November die Entwicklung auf dem Stellenmarkt aus. Arbeitgeber meldeten 647 neue Arbeitsstellen und damit 150 mehr als im Oktober (+30,2 Prozent). Im Vorjahresvergleich ergibt sich ebenfalls ein kräftiger Zuwachs: 135 zusätzliche Stellen bedeuten ein Plus von 26,4 Prozent gegenüber November 2024. Diese steigende Nachfrage nach Arbeitskräften wirkt sich unterstützend auf die Arbeitsmarktentwicklung aus und bietet vielfältige Chancen für Menschen, die nach Beschäftigung suchen.
Insgesamt zeigt sich der regionale Arbeitsmarkt damit trotz fortlaufender struktureller Herausforderungen robust. Sowohl der Rückgang der Arbeitslosenzahlen als auch der deutliche Anstieg der gemeldeten Stellen unterstreichen eine positive kurzfristige Entwicklung, die durch saisonale Impulse zusätzlich verstärkt wird.