Manchmal beginnt ein Termin bei einen Hürther Start-Up auch in Köln. Das durfte ich jüngst bei meinem Besuch NUNOS GmbH mit ihrem Projekt „ReStrat“ in Köln erleben.
Das Start-up arbeitet an einem Thema, das auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, aber enormes Potenzial hat: Aus organischen Reststoffen – etwa Holzfasern aus Kompostieranlagen oder Gärresten aus Biogasanlagen – wird ein hochwertiger Ersatz für Torf entwickelt. Gerade im Gartenbau ist Torf bislang ein wichtiger Rohstoff, gleichzeitig aber aus Klimasicht problematisch.
Hier setzt das Projekt „ReStrat“ an. Ziel ist es, vorhandene Reststoffe sinnvoll zu nutzen, statt sie ungenutzt zu lassen – und gleichzeitig einen Beitrag zum Schutz unserer Moore zu leisten. Denn weniger Torfabbau bedeutet auch mehr Klimaschutz. Für das wurden bei einer Gesamtinvestition von rund 1.083.692 Euro zum einen EU-Mittel in Höhe von rund 430.539 Euro und Landesmittel in Höhe von rund 251.516 Euro bewilligt.
Dass dieses Projekt überzeugt, zeigt auch die Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Wettbewerbs „GreenEconomy.IN.NRW“. Insgesamt fließen über eine Million Euro in das Vorhaben, ein erheblicher Teil davon aus Landes- und EU-Mitteln. Für mich ist das ein gutes Beispiel dafür, wie wir Innovation gezielt unterstützen können.
Was mich besonders beeindruckt hat: Hier wird nicht nur geforscht, sondern ganz konkret an Lösungen gearbeitet, die in der Praxis funktionieren sollen. Gleichzeitig entsteht regionale Wertschöpfung – direkt bei uns im Rhein-Erft-Kreis.
Solche Projekte zeigen, welches Potenzial in unserer Region steckt. Innovation findet eben nicht nur in den großen Städten statt, sondern auch hier vor Ort – mit klugen Ideen, unternehmerischem Mut und der richtigen Unterstützung.
Ich werde das Projekt weiter begleiten und freue mich, dass wir solche Ansätze in Nordrhein-Westfalen möglich machen.