Gerne habe ich mit Wissenschaftsministerin Ina Brandes das Frechener Unternehmen ESK-SiC GmbH besucht. Vor Ort informierte sich die Ministerin über das innovative Recyclingverfahren für Siliziumcarbid sowie über die Rolle des Unternehmens für den Strukturwandel im Rheinischen Revier. 30 Millionen Euro aus dem Landesförderprogramm „Produktives.NRW“ erhielt die ESK-SiC GmbH am Standort Frechen im vergangenen Jahr – die höchste Einzelförderung in der Geschichte meiner Heimatstadt.
In dem Austausch ging es darum, wissenscahftliche Erkenntnisse stärken in die wirtschaftliche Nutzbarkeit zu bringen. In diesem Fall geht es darum Forschung an dem Standort auszubauen, die direkt in die industrielle Anwendung geht.
Der Austausch hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig die Verbindung von exzellenter Forschung und unternehmerischer Praxis ist. Ich freue mich, hier erneut eine Verbindende Rolle als Landtagsabgeordneter einzunehmen. Genau solche innovativen Ansätze möchte ich politisch weiter unterstützen. Wenn Forschung in konkrete industrielle Anwendungen überführt werden kann, entstehen Arbeitsplätze, neue Wertschöpfung und echte Zukunftsperspektiven für unsere Region.“
Bereits im vergangenen Jahr habe ich im Landtag einen Austausch zwischen Ministerin Brandes, Vertretern der Schunk Group sowie der ESK-SiC initiiert, um die Verbindung von Forschung und wirtschaftlicher Anwendung zu stärken. Ich freue mich, über die Fortsetzung und bin zuversichtlich, dass wir auch bald gute Ergebnisse sehen werden.
Das gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft entwickelte RECOSIC-Verfahren ermöglicht es, den Rohstoff Siliziumcarbid aus recyceltem Material zurückzugewinnen. Dadurch lassen sich Energieverbrauch und CO₂-Emissionen deutlich reduzieren, während gleichzeitig die Abhängigkeit von importierten Rohstoffen für die Halbleiterindustrie sinkt.
Mit einer Investition von über 100 Millionen Euro baut die ESK-SiC GmbH derzeit eine weltweit einzigartige Siliziumcarbid-Recyclinganlage in Frechen. Das Land stärkt das Vorhaben mit 30 Millionen Euro. Rund 35 neue Arbeitsplätze sollen dadurch entstehen.
Für mich ist das Projekt ein herausragendes Beispiel dafür, wie Strukturwandel gelingen kann: Wir müssen genau solche Technologien und Kooperationen zwischen Forschung und Industrie fördern. Dann entstehen im Rheinischen Revier neue industrielle Perspektiven. Die ESK-SiC GmbH ist dafür ein echtes Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft weit über unsere Region hinaus.