Der Inklusionsscheck des Landes war im Jahr 2025 so gefragt wie nie zuvor. Insgesamt wurden landesweit 406 Inklusionsschecks mit einem Gesamtvolumen von 812.000 Euro bewilligt, davon sechs Projekte in Frechen, Hürth und Kerpen mit einer Gesamtfördersumme von 12.000 Euro. Damit wurde ein neuer Rekord seit Einführung des Programms im Jahr 2019 erreicht. Das zeigt deutlich, wie groß das Engagement für mehr Teilhabe und Inklusion ist.
Besonders freue ich mich darüber, dass auch mehrere Vereine und Organisationen im Rhein-Erft-Kreis von dieser Förderung profitieren konnten. Mit der Pauschale in Höhe von jeweils 2.000 Euro wurden ganz konkrete Projekte umgesetzt, die Angebote inklusiver gestalten und Menschen mit Behinderungen eine bessere Teilhabe ermöglichen. Hier zeigt sich eindrucksvoll, wie viel mit kleinen Beträgen erreicht werden kann, wenn sie gezielt eingesetzt werden.
In Frechen konnten gleich zwei Projekte unterstützt werden. Die Spvg. Frechen 1920 e. V. nutzte den Inklusionsscheck, um ihre Vereinswebsite barrierefrei zu gestalten. Dadurch wird der Zugang zu Informationen, Angeboten und Ansprechpartnern für Menschen mit Behinderungen deutlich erleichtert – ein wichtiger Schritt, um Teilhabe auch im digitalen Raum zu ermöglichen. Ebenfalls gefördert wurde der Verein Bonn Tanzen Inklusiv NRW e. V. mit dem Projekt „Gemeinsam rocken wir Frechen!“. Der inklusive Tanzkurs richtet sich gezielt an Menschen mit geistiger Behinderung und schafft einen Raum für Bewegung, Begegnung und gemeinsames Erleben. Ein tolles Beispiel dafür, wie Inklusion durch kulturelle Angebote ganz praktisch gelebt wird.
Auch in Hürth kamen mehrere Projekte zum Zuge. Der Lions Förderverein Hürth/Rheinland e. V. erhielt einen Inklusionsscheck zur Unterstützung des 13. Lions-Circusfestivals 2025. Die Förderung trägt dazu bei, das Festival inklusiv auszurichten und Menschen mit Behinderungen die aktive Teilhabe an diesem besonderen kulturellen Ereignis zu ermöglichen. Die Lebenshilfe Bildung NRW gGmbH konnte mit der Förderung zwei mobile, tragbare Rollstuhlrampen anschaffen, die Menschen mit Mobilitätseinschränkungen den Zugang zu Bildungsangeboten erleichtern. Ein weiteres Projekt wurde durch EQualNet Trainings SAL umgesetzt, das mit einem Angebot zur mentalen Gesundheit und Resilienz Menschen in herausfordernden Lebenssituationen stärkt und damit einen wichtigen Beitrag zur psychischen Gesundheit und gesellschaftlichen Teilhabe leistet.
In Kerpen wurde die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Kerpen vor 1474 e. V. mit einem Inklusionsscheck unterstützt. Durch Maßnahmen der Digitalisierung konnten Barrieren abgebaut und Vereinsangebote inklusiver gestaltet werden. Das zeigt, dass auch traditionsreiche Vereine mit modernen Lösungen Inklusion aktiv voranbringen können.
All diese Projekte stehen beispielhaft für das große Engagement vor Ort. Mit Kreativität, Einsatz und viel Herzblut nutzen Vereine und Initiativen die Unterstützung des Landes, um inklusive Angebote zu schaffen – sei es durch bauliche Maßnahmen, digitale Lösungen oder sportliche, kulturelle und soziale Aktivitäten.
Auch im laufenden Jahr wird es wieder möglich sein, Inklusionsschecks zu beantragen. Voraussichtlich ab dem Frühjahr können Vereine und Organisationen erneut Anträge stellen. Ich werde dazu rechtzeitig informieren und kann nur ermutigen, diese Chance zu nutzen, um Inklusion weiter voranzubringen.
Hintergrund des Programms ist, dass das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen seit 2019 jährlich mindestens 500.000 Euro für den Inklusionsscheck bereitstellt. Die Förderung erfolgt über ein unkompliziertes Online-Verfahren und richtet sich an Vereine und Initiativen, deren Angebote sich an einen möglichst großen Personenkreis wenden. Voraussetzung ist, dass die Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen stattfinden, noch im selben Jahr umgesetzt werden und die Förderung gezielt für eine inklusive Ausgestaltung eingesetzt wird.
Die stetig steigenden Zahlen zeigen: Der Inklusionsscheck ist ein Erfolgsmodell. Er stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und hilft dabei, Inklusion vor Ort ganz praktisch umzusetzen – auch und gerade hier bei uns im Rhein-Erft-Kreis. Weitere Informationen sowie alle notwendigen Unterlagen zur Beantragung finden sich unter: